Pausenbericht: Aktueller Status

Statusupdate: Nicht alles, in den letzten Wochen optimal gelaufen, daher stehen einige Umbrüche bei mir an. Denn ein „Weiter so“ mit ohne Änderungen, bringt einem nicht immer wirklich voran. Und wenn es das X-te Mal in dieselbe Richtung geht, und man feststellt, dass was schiefläuft, muss es an mancher Stelle eben einen Cut geben.

Wie sieht es derzeit aus?

Bis Anfang Februar lief bei mir alles eigentlich ganz gut. Klar um Weihnachten, waren da mal Magen-Darm-Probleme, die nach zwei Wochen wieder vergessen waren und wo es recht zügig wieder ins normale Programm überging. Irgendwann gab es mal leichte Probleme mit dem Rücken. Verhoben, würde man wohl im Volksmund sagen, wobei ich das nicht bei meiner Mutter hatte, denn da haben wir mittlerweile gemeinsam eine Technik gefunden, wo sie mich ausreichend unterstützen kann, wenn ich sie aufs Bett umsetze.

Das Problem war eher Heizmaterial, was ich etwas zu ungestüm, eingelagert hatte. Eigentlich auch nichts Wildes. Normalerweise kein Problem. Ein, zwei Tage Ruhe und dann geht alles wieder. Spricht dafür das ich für meinen Rücken so einiges gemacht habe. Eigentlich… wäre da nicht dieser unselige Sturz auf dem Münchener Messegelände gewesen.

Ich bin zwar nach vorne gefallen, die Schmerzen sitzen aber hinten. Einmal an den unteren Lendenwirbeln, dann relativ mittig im Rücken eine zweite Stelle. Die Muskeln machen dort zu. Zumachen heißt in dem Fall, sie sind dauernd aufs äußerste Angespannt und das führt halt zu Schmerzen.  Ärgerlich ist das zeitweilig die Schmerzen an den unteren Punkt bis in die Hüften ausstrahlen.

Der Orthopäde bei dem ich einige Tage nach dem Sturz war, stellte fest das nix an den Knochen ist. Hätte ich ihm auch sagen, können, denn dann könnte ich mich vermutlich gar nicht mehr bewegen.

Es wurden Mittel gespritzt, die das verkrampfen der Muskulatur lockern sollten. Zugegeben erweise: Geholfen haben die Spritzen ja, aber nur zeitlich begrenzt. Ich hatte mir selbst Physiotherapie gegönnt. Leider ist mein Haus- und Hoftherapeut im Urlaub. Die Vertretung machte manuelle Therapie. Hat auch geholfen. Aber auch nur zeitlich begrenzt, aber immerhin länger als die lästigen Spritzen.

Derzeit sieht es so aus, das ich immer wieder Probleme im Rücken habe. Komplett schmerzfrei bin ich selten. Wenn überhaupt, ein zwei Tage nach einer Sitzung mit manueller Therapie und das auch nur, wenn ich kein Blödsinn mache.

Das Perfide an der Sache: Ich bekomme derzeit nicht mal die einfachen Halteübungen – so wie ich diese ganz am Anfang mit meiner Trainerin gemacht habe – Schmerzfrei hin. Etwas was nicht gerade positiv für die Motivation ist, denn bisher war das das mindeste was immer funktionierte.

Im Moment geht die Entwicklung nicht gerade ins Positive, da zu den Rückenproblemen in den letzten Tagen immer wieder Probleme im rechten Knie dazu kommen. Wenn ich regelmäßig und zu viel Laufen würde, würde ich das ja noch verstehen, der letzte Trainingslauf ist aber mittlerweile fast 4 Wochen her und wurde auf einem Laufband gelaufen. Vermutlich nimmt mir, das Knie genau das Übel, das Laufen derzeit nicht funktioniert.

Davon ab gesehen würde ich die Woche normal eh nicht laufen, da Rüsselseuche, Kratzhals und Husten bei mir Einzug gehalten haben. Mit einem grippalen Infekt läuft man nicht. Ich verdiene mit dem Sport auch kein Geld. Also geht die Gesundheit vor.

Gesundheit…

Arzt oder Krankheitsverwalter?

Mein Lungenarzt sagte mal einen Satz der etwa so geht: „Ich will Ihnen helfen sich selbst zu helfen, mir zu helfen, dass ich ihnen helfen kann…“, worauf wenig später noch ein „Ziel ist es sie möglichst Gesund zu machen…“ folgte. Nicht jeder Arzt denkt so, es gibt auch Ärzte die sind gefangen zwischen Budgets und der Notwendigkeit das ein Teil der Patienten immer wieder und wiederkommt.

Genau das Gefühl habe ich bei dem, was der Volksmund „Hausarzt“ nennt.

Nicht, dass ihr jetzt denkt ich habe was gegen Hausärzte. Hausärzte sind wichtige Säulen des Gesundheitssystems. Bei vielen Dingen und auch bei zahlreichen gesundheitlichen Problemen, können diese Helfen. Also bei normalen gesundheitlichen Problemen. Daher heißen, diese Ärzte auch „Allgemeinmediziner“.

Manchmal können diese aber nicht abgeben.

Hier mal meine Geschichte:

Im Frühjahr 2015 startete ich nach über 1 ½ Jahren Pause das erste Mal wieder bei einem Volkslauf. Das Ganze endete in einem Fiasko und das bei einem 5 KM-Lauf. Atemnot, Luft blieb weg, ich hatte das Gefühl als ob mir jemand auf dem Burstkorb sitzt und mir das Atmen unmöglich macht.

Aufgrund mehrerer Infekte war erst der Verdacht einer Herzmuskelschwäche da, die bald ausgeschlossen werden konnte. Dann dachte man das die Blutdruckmedikamente schuld wären. Man stellte mehrfach um, immer mit dem Ziel meinen Puls zu drücken.

Tja, wäre da nicht eine Sache… ich habe mal mehr gewogen als heute. Sehr viel mehr, mehr. Und da hat sich mein Herz halt daran gewöhnt, viel Blut durch den Körper zu jagen. Und dazu lernte es halt schneller zu pumpen. OK, das kann auch in die falsche Richtung gehen. Nur durch den Ausdauersport, lief das so, dass ich recht schnell, einen recht hohen Puls hatte und mich immer noch Pudelwohl fühlte. Diagnostiken mit 200er Werten waren eigentlich normal.

Ein Sportmediziner der Uni Halle erklärte mir nach so einer Diagnostik, dass ich eine Hochpulser sei. Und somit diese hohen Werte bei meiner medizinischen Vorgeschichte auch nichts Ungewöhnliches wären.

Hausärzte, können mit sowas manchmal eben nichts anfangen. Und so begab ich mich – nach dem eine Belastungsdiagnostik bei Puls 170 abgebrochen wurde, da ich so meine Hausärtzin ja bald Tod vom Rad fallen müsse – in die Hände eines mit dem mir bekannten Sportmediziner befreundeten Herzdocs. Der mal eben alles was meine Hausärtzin mir für Herz- und Kreislauf gab – in der Summe 5 Tabletten – absetzte und durch eine halbe Tablette eines anderen Präparates ersetzte. Seither passt der Blutdruck seltsamerweise.

Natürlich war die Geschichte mit der Atemnot noch nicht zusende. Ich trainierte zwar wieder, aber im Frühjahr 2016 kam das Problem zurück. Weil ich periodisch im Frühjahr immer Probleme hatte, konnte man an Heuschnupfen denken. Ist es aber nicht, der Allergietest blieb negativ.

Ich lief an. Irgendwann stand ich zwischen Feld und Flur und hustete mir formlich die Lunge aus dem Leib. Mein Lungenarzt stellte dann im Sommer 2016 Asthma bei mir fest, was auch unter Belastung anschlug. Beim Blick in die Historie, wurde recht schnell klar, wann das ganze mehr oder minder startete. Nicht im Frühjahr 2016, sondern ein Jahr zuvor, wo ich Januar bis März mir einen Infekt nach dem anderen gönnte.

Auch hier lag die Allgemeinmedizin falsch. Denn was ich in der Zeit bekam, waren zwei oder drei Krankschreibungen mit dem Rat mir was Freies in der Apotheke zu holen, was dann nicht half und weswegen ich wenig später wieder im Wartezimmer saß. Bei so langen Infekten lohnt es dann doch mal mit Spatzen auf Kanonen zu schießen – sorry, ich meine mit Kanonen auf Spatzen – um einen Etagenwechsel, wie bei mir erfolgt zu verhindern. Wurde nicht gemacht. Dumm gelaufen.

Derzeit beim Rücken gab es erstmal Spritzen. Die Physiotherapie bezahle ich selbst. Warum? Na, die Allgemeinmedizin sieht keine Notwendigkeit diese zu Verordnen – geht wohl zu sehr ans Budget.

Leider ist es so, dass durch das ich durch das Zögern der Allgemeinmedizin, Anfang dieser Woche eine nahe Verwandte ins Krankenhaus bringen musste. Statt zu sagen: Ich komme hier nicht weiter, ich gebe ab an einen Spezialisten, wurde dieses „weiter so“ propagiert. Schade. Nicht gut. Insbesondere was die Folgen betrifft.

Ein „weiter so“ kann es hier nicht geben, darf es hier auch nicht geben. Zeit für einen Cut.

Im Auge habe ich hier zwei Arztpraxen, die mit mehreren Ärzten besetzt sind, was den Vorteil hat, das – wenn es wie jetzt im Akutfall war – der eigentlich behandelnde Arzt krank ist, eine Vertretung greifbar ist, die dann hoffentlich die notwendigen Entscheidungen trifft.

Tran, Träne, Training

Normal war es so, dass ich zuletzt, wenn was war, zumindest vermindert, mit dem Training weitermachen konnte. Es funktioniert derzeit nicht. Null, nichts, nada. Übungen auf der Matte = Schmerzen, Übungen an den Geräten = Schmerzen, Laufen = Schmerzen. Eigentlich ist es egal was ich mache: Sitzen tut irgendwann weh, liegen, stehen, gehen auch. Nicht gut.

Ich warte derzeit das mein Lieblingsphysio greifbar ist, dass der sich die Sache nochmal ansehen kann. Mein Verdacht wäre – ich habe ja nicht zum ersten Mal Probleme im Rücken – das nicht der Rücken selbst verantwortlich für meine derzeitigen Probleme ist. Ich rechne eher, dass irgendwas Anderes hier kräftig mitspielt. Wichtig, ist es für mich hier, den Schmerzkreislauf zu durchbrechen um wieder ein normales regelmäßiges Training möglich zu machen.

„Du machst doch nicht erst seit gestern Sport, Du weißt wie Training funktioniert…“, sagte meine Trainerin bevor sie im Mutterschaftsurlaub verschwand. Ja, das weiß ich, nur derzeit ist so eine Phase, wo ich ehrlich gesagt gerne einen Trainer an meiner Seite hätte.

Im Studio die Trainer, gehen nach meiner Auffassung nicht in die Richtung in die es für mich gehen sollte. Ich bin eben an überproportionalen Muskelaufbau nicht interessiert. Und wenn man die Muskeln auf den Buckel schuppen kann, heißt es auch nicht das man besser laufen, kann eher im Gegenteil. Es gibt zwar Trainer, die nicht so denken, leider sind die für mich zu den falschen Zeiten im Gym.

Es gibt zwar eine Alternative, aber diese ist mir derzeit einfach noch zu extrem. Ich will laufen, nicht den Mount Everest besteigen. Allerdings, gibt es im westfälischen einen Spruch: „Wenn auf das Ende zugeht, werden die meisten Katholisch.“ Ich übersetze das für mich so, dass es manchmal Extremes braucht um Altbewährtes zu ergänzen.

Hier ist noch ein Feld, wo was getan werden muss und was ich nicht liegen lassen darf, da hier eine Lösung auf dem Tisch liegen muss, sobald schmerzfreies Training oder zumindest begleitendes Training wieder möglich ist.

Ja, meine Trainerin hat recht, das ich nicht erst seit gestern Sport mache, ich brauche aber von Zeit zu Zeit einen Trainer im Hintergrund, der wenn es denn mal klemmt unterstützend in die Speichen greift.

Einen Cut beim Studio schließe ich hierbei nicht aus, wobei hieraus nicht der Automatismus entstehen wird, dass ich mich wieder einem der anderen großen Studios anschließe. Ich suche eher eine etwas individuellere Lösung.

Den Halbmarathon in Hannover habe ich schon abgehakt. Mit Wochen von „Nichttraining“ läuft man nicht mal eben 21 Kilometer, zumal die Versuchung zu groß wäre, irgendwo dranbleiben zu wollen, das derzeit einfach nicht geht.

Insgesamt besteht bei mir die Tendenz Laufen in Zukunft aus der Spaß am Laufen zu machen. Was bedeuten würde: Sollen, die Wettkämpfe laufen, die Wettkämpfe laufen wollen, ich laufe, weil es mir Spaß macht und weil es meiner Gesundheit zuträglich ist.

Derzeit merkt man schon, dass mir was abgeht. Ich gehe ganz bewusst, vielem aus dem Weg, das mich daran erinnert, was derzeit nicht wirklich klappt. Ich möchte mich selbst, nicht noch weiter runterziehen.

Frühjahr, Zeit des Umbruchs… ich hoffe auf ein rechtzeitiges Frühlingserwachen…

Blogger und wenn es mal schlecht läuft…

Eine chronische Krankheit bei Sportlern und Bloggern ist es, gerne mal Usus, das wenn es nicht so läuft, wie man es gerne hätte dieses auszublenden. Ich gebe zu, ich habe das auch oft genug getan. Eigentlich ein Fehler, denn aus nichts kann man mehr lernen, wenn andere Probleme bewältigen und zeigen das es immer wieder einen Weg zurück oder zumindest einen anderen Weg gibt. Dieses Wegdrücken versuche ich zu vermeiden, denn es bringt mir nichts, es bringt aber auch Euch als Leser nichts. Im dem Sinne, lauft paar Kilometer für mich mit… ich komme so schnell es geht hinterher.

Bild: Pixabay.de
Fotohintergrund: Norbert Beck

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