Herrgott Sakra-Sakroiliakal-Gelenk

Da hätte meine Ärztin mir vermutlich noch ein paar Wochen Spritzen und Tabletten geben können, ohne das meine Probleme, nach dem Sturz besser geworden wären. Und dieses komische Sakroiliakal-Gelenk, kenne ich nicht mal. Und ich bilde mir ein alles zu kennen, was in meinem Körper irgendwie bei Geburt eingebaut wurde.

Was ist eigentlich dieses Sakroiliakal-Gelenk?

Das Sakroiliakal-Gelenk verbindet das Becken mit der Wirbelsäule. An beiden Seiten gibt es ein solches Gelenk, was aus einem Kreuzbein und dem Darmbein besteht und durch starke Bänder in Position gehalten wird. Man könnte dieses Gelenk mit Stoßdämpfer beim Auto vergleichen. Normal bewegen sich diese Gelenke kaum. Nur manchmal rutscht eine Gelenkseite z. B. durch einen Sturz, aus der ursprünglichen Position mit weitläufigen Folgen für den Körper.

  • Rückenschmerzen im Hüft- und Pobereich auf der Gelenkseite.
  • Schmerzen, die sich unter Belastung wie Gehen oder stehen bemerkbar machen
  • Probleme beim Drehen und Beugen des Körpers
  • Schmerzen nach langem Sitzen
  • Steifigkeiten im unteren Rücken, Po, Hüftseite oder Bein

Aus alter guter Erfahrung sprach ich in meinem Fall nochmal mit meinem Haus- und Hofphysiotherapeuten. Dieser wollte wissen, was passiert ist, was diagnostiziert wurde, was gemacht wurde. Und dann machte er sich sein eigenes Bild. Ich fragte mich schon, was Fragen wie “Hast Du Probleme beim Strümpfe anziehen?” “Hast Du manchmal leichte Schmerzen im Nackenbereich?” mit meinem Problem zu tun haben sollten.

Ein Hüftschiefstand – hatte ich schon mal – war auszuschließen. Und über diese Fragen landete er, mit Tasten, Bewegungsübungen, sowie Bewegungsübungen mit Tasten eben beim Sakroiliakal-Gelenk, was bei mir rechts leicht verdreht ist.

Wir machten einige Bewegungsübungen, bei denen der Therapeut Druck auf bestimmte Punkte ausübte, die dazu führten, dass ich mich fast Schmerzfrei wieder bücken konnte. Einen Teil der Übungen soll ich ohne Druck zwei bis drei Mal am Tag wiederholen.

Was kann man tun?

  • Spezialschuhe- und Einlagen können ein Längenunterschied der Beine ausgleichen. Der Nachteil ist, das es die Ursache des Problems – die Probleme mit dem Gelenk selbst – nicht behoben werden.
  • Medikamente wie entzündungshemmende Schmerzmittel können, die Schmerzen lindern und eine mögliche Entzündung eindämen.
  • Übungen und Mobilisierung des Gelenks sollen die Beweglichkeit wieder herstellen, die Muskeln und Bänder stabilisieren und die Steifigkeit reduzieren. Die Übungen kann man nach Einweisung selbst machen. Mobilisierungen gehen nur bei erfahrenden Therapeuten und Ärzten.
  • In schweren Fällen können Steroidmedikamente die Entzündung stoppen.
  • Und nicht zuletzt gibt es spezielle Gürtel, die helfen sollen die Gelenke, Muskel und Bänder zu stabilisieren.
  • Operative Eingriffe sind nur in Ausnahmefällen nötig.

Für mich heißt dies Übungen und Mobilisierung und so denn nötig Schmerzmittel, aber nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Was ist nun mit Sport?

Tja, und da fängt das an, wo Läufer gerne dran scheitern… Geduld haben.

Oder um es einfach zu sagen: Probleme müssen vollständig abgeklungen sein, bevor man sich wieder anstrengende und sportlichen Aktivitäten widmet. Was in meinem Fall heißt… ein Start in Hannover in 4 Wochen, kommt damit wohl nicht mehr in Frage, da meine Hausaufgaben: Übungen machen, stabilisieren und das Vermeiden von außerordentlichen Belastungen sind.

  • Aufpassen sollte man bei körperlichen Übungen. Hier heißt es vorsichtig zu sein. Bereitet eine Übung Schmerz ist diese erstmal zu lassen. Weiter ist die Intensität nur so anzupassen, dass man im schmerzfreien Bereich bleibt.
  • Beim Heben sollte man schwere Lasten vermeiden und wenn aus den Beinen heraus und nicht mit den Rücken und möglichst ohne Drehbewegungen heben.
  • Wichtig ist es für eine gute Körperhaltung zu sorgen. Fehlhaltungen begünstigen leider das man länger etwas von den Problemen hat.
  • Und man sollte Stürze möglichst vermeiden.

Bei mir wird es so aussehen, dass ich die erste Zeit erstmal nur die Übungen von meinem Therapeuten mache, und dann nach und nach die Rücken-Übungen auf der Matte und an den Geräten im Studio wiederaufnehme. Hierbei die Belastung aber deutlich herunterschraube.  Ans erste lockere Lauftraining geht es wieder, sobald ich im Alltag schmerzfrei bin.

Ärgerlich wieder halbwegs in Fahrt zu kommen und dann so ausgebremst zu werden. Aber immerhin, scheint es nichts Schlimmeres zu sein. Obwohl… mein Therapeut drohte mir nach der heutigen Behandlung an, dass ich mich die nächsten Tage fühlen könnte als wenn mir da jemand blaue Flecke verpasst hätte. Also ich fühle mich mehr als, wenn mich ein Pferd in den Rücken getreten hat. Und das obwohl ich eigentlich wieder zum Galopper des Jahres werden wollte.

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